Sfumato-Kühe & was du siehst

Schaut man in die Ferne, ist der Wald eine meeresblaue Fläche. Oben begrenzt ihn scharf der blaue Himmel, nach unten ein weißer Kranz aufsteigenden Nebels. Feuchtigkeit liegt in der Luft.
Ein Band aus Tannen und Weiden umrahmt den Berg. Dort erkennt man Bäume, die ein leichteres Kleid tragen; in den folgenden Reihen erheben sich reich behangene Äste, deren Nadelspitzen zu Boden streben.

Ganz plötzlich ist es unten dunkel und nur die Wipfel tragen helle Tupfer. Das Grün nimmt braune Züge an, vermischt sich mit der trockenen Erde.
Tiefgrüne Dunkelheit zwischen den Stämmen; das Blau des Waldes ist vergessen und die Helligkeiten haben ihre Plätze gewechselt.
Die Zunge schlingt sich um Gras, Luzern, Mutterwurz und Augentrost. Reißt sie hinaus, giert, schlingt sie hinunter, verleibt sich das neue Besitzgut ein. Der hellbraune, fast weiße Huf betritt den dunkelbraunen Boden, schiebt die dunkelgrünen Nadeln beiseite.
Ein Grashalm sticht aus dem Untergrund hervor, leuchtet hellgrün auf, bevor er getreten, dann vom weißen Maul verschlungen wird.

Manuela Doerr Olang Fussball-4

Was du auf dem Bild siehst, entscheidest du selbst.
Wie bei jedem Bild, das du siehst. Egal ob im Internet, oder in einer renommierten Ausstellung.

 

 

 

 

 

 
Was ich sehe?
Hufe, Blau und Ohren.

Kannst du jetzt noch etwas anderes sehen?