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Sprach-Wirr-Warr

Ich bin jetzt drei Tage hier und habe so viel erlebt und gelernt, wie in drei ganzen Wochen in Deutschland nicht.

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Wenn man immer wieder neues wagt und sich in ungewohnte Gegenden begibt, dann ist jeder Tag ein Abenteuer und fühlt sich extrem lang an. Vielleicht fühlen sich Tage deshalb mit zunehmendem Alter immer kürzer an, weil es zu viel Routine gibt. Zu viele Dinge, die immer gleich sind und über die man nicht mehr nachdenkt. Die man einfach so hinnimmt und nicht hinterfragt, weil sie alltäglich geworden sind. Andererseits bin ich auch froh, wenn ich bald ein wenig Routine habe, an der ich meinen Tag entlang planen kann, das gibt einem Halt.

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Es ist gerade einmal 19 Uhr abends, ich bin fix und fertig und könnte schlafen gehen. Mein Kopf platzt vor Sprachen. Eine günstige Vorraussetzung für Heimweh, wenn man k.o. ist und nichts richtig mit sich anfangen kann. Aber noch geht es, Morgen versuche ich einmal mit meinen Eltern zu skypen.

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Alle Gänge haben ein wenig Gefängnisfeeling, aber irgendwie fühlt man sich darin auch sicher und wenn man dann die bunten Gebäude und die ganzen Pflanzen an vielen Orten drinnen und draußen sieht. Ne, das ist schon fein 🙂 Jedes Gebäude ist einzigartig und hat neue Winkel und Ecken, Gänge und Türen und Räume.

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Es gibt noch einen Park auf dem UCR Gelände, in den muss ich demnächst hinein schlendern und mich von der Natur beeindrucken lassen. Das Foto unten zeigt die Chemiefakultät, die habe ich auf der Suche nach dem Designbereich gefunden.

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Danach habe ich den Fachbereich Design und Kunst dann endlich gefunden, unschwer zu erkennen an dem Fotoapparat 🙂

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Warum stehen hier eigentlich Mikrowellen? Ich werde es wohl bald wissen 🙂

Nachmittags befasste ich mich mit Recherchen zur Visumsverlängerung im Hostel
(die super lieben Mitarbeiter vom Hostel haben mir beim Übersetzen ins Englische geholfen und sogar einen Brief auf Spanisch für mich vorformuliert),

– mit der Besichtigung eines WG-Zimmers
(es war ein Abenteuer die Wohnung erst einmal zu finden, da es hier ja keine richtigen Adressen, sondern nur Wegbeschreibungen als Ortsbezeichnung gibt. Nach drei Telefonaten hatten wir dann endlich einen Treffpunkt gefunden, um den weiteren Weg zu finden. Letztendlich war das Zimmer ganze 6 m2 groß, ich glaube es hätte nicht einmal ein Bett hinein gepasst… Ich suche dann mal weiter),

– der Suche nach dem Office für International Students, um dort noch mehr Infos zum Visum zu bekommen
(ein sehr netter Mitarbeiter, der alles Unterlagen zusammen mit mir durchgegangen ist und mir sogar einen Notar zum Beglaubigen der Kopien des Reisepasses und einen Übersetzer für alle deutschen Unterlagen, wie dem Polizeilichen Führungszeugnis etc. gegeben hat),

– der Rückkehr zum Hostel und dann der Weg zur Bank, um eine Überweisung zu machen
(der Wille war da, leider schließt die Bank schon um 3:45 pm),

– und finally sind Juan und ich noch Reis mit… Nein, nicht mit Bohnen, sondern mit Hühnchen, essen gegangen. Ein ganzer Teller voll und ein Getränk für 2100 Colones – das sind ungefähr 4 Dollar – das sind ungefähr 3 Euro. Für den Preis bekommt man im Supermarkt deutlich weniger.
Juan ist quasi mein privater Dolmetscher, ein Argentinier aus Buenos Aires der im Hostel arbeitet und mir bei allen Telefonaten und beim Übersetzen von Spanisch auf Englisch hilft. Ohne die Hilfe der Hostelmitarbeiter wäre ich richtig aufgeschmissen, er ist zum Beispiel mit auf Wohnungssuche gegangen, hat die Telefonate geführt und hat auch im Office der UCR mitgehört, falls ich nicht alles verstehe. Wobei ich das fast alleine geschafft habe :).
Gestern, als ich mich bei ihm für seine Hilfe bedankt habe, antwortete er mir:

„If we don’t take care of each other, who will do it?“

Ich bin richtig glücklich, dass hier alle so hilfsbereit sind.

 

Hier noch ein kleiner Einblick in meinen wundervollen Schrank und meine durchdachte Ordnung:

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Im Garten kann man dann auch mal gut Spanisch lernen. Mit einem Zimt-Rosinen-Kuchenstück, welches wie ein schwerer Klumpen auf den Teller geplumpst ist und sich wie ein fester Pudding zerpflücken lässt. Hier wird viel mit Zimt gebacken, dafür habe ich, bis auf einen Donut, noch nichts mit Schokolade gesehen, schade.

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„I always wanted to travel alone, and now I do it and I love it!“

Es sind erstaunlich viele Mädels alleine unterwegs, die meisten Reisen schon längere Zeit und genießen es, ganz viele neue Menschen und Orte kennenlernen zu dürfen.